ADB Verbandstagung in Saarbrücken

Am vergangenen Wochenende fand in Saarbrücken die erste Verbandstagung der im vergangenen Jahr gegründeten Allgemeinen Deutschen Burschenschaft statt. Die Vorsitzende griff hierfür das Thema vom Symposium "Deutschland 2030" auf und gestaltete damit ein spannendes Wochenende mit Vorträgen und Workshops.

Eröffnung der Verbandstagung

Verbandsbruder Sambale eröffnete den Begrüßungsabend mit einem kurzen Impulsvortrag unter dem Titel "Von Sokrates bis 2030". Er gab darin einen Überblick über Demokratieverständnis und Grundlagen für eine funktionierende und lebendige demokratische Gesellschaft. Im Anschluss daran verbrachten die Verbandsbrüder noch einen geselligen Abend im sogenannten Casino, bevor der Rest der Veranstaltung auf das nahe gelegene Haus der Saarbrücker B! Germania verlegt wurde.

Vortrag von Farbenbruder Christian Baab

Der Hauptteil der Verbandstagung am Samstag teilte sich in einen Vortrag am Vormittag und Workshops zu verschiedenen Aspekten rund um das Leitthema. Nach einem kurzen Fototermin vor dem Schloss eröffnete Farbenbruder Christian Baab (B! Ascania Köln) mit seinem Vortrag den inhaltlich spannenden Teil der Tagung. Sein Vortrag ging vor allem auf Social Media und den Umgang als Burschenschaft mit der Presse ein. Er erläuterte hierfür vor allem die Arbeitsweisen einer Redaktion und gab Hinweise zum Aufbereiten eigener Inhalte zu Pressezwecken und dem Schreiben von Pressemitteilungen. Er ermutigte insbesondere zum persönlichen Kontakt zur Lokalpresse, um eine Vertrauensbasis und Bekanntheit zu erlangen, wies aber auch darauf hin, dass insbesondere Interviews einer guten Vorbereitung bedürfen. Hier treffen in der Regel unerfahrene Interviewgeber auf Medienprofis, die mitunter bereits im Vorfeld wissen, welche Informationen sie ihrem gegenüber entlocken möchten. Er unterfütterte seine Ratschläge mit zahlreichen Beispielen aus seinem eigenen Arbeitsalltag. Nach einer Diskussionsrunde wurden die Verbandsbrüder in die Mittagspause entlassen.

Arbeitsgruppen

Der Nachmittag der Verbandstagung gehörte anschließend der Arbeit in unterschiedlichen Arbeitsgruppen. Die mitgereisten Bundesbrüder teilten sich auf die Themen "Digitalisierung - Arbeiten und Lernen der Zukunft" und "Innenpolitik, Migration, Sicherheit" auf und arbeiteten aktiv mit. Erstgenannte Gruppe begann mit einem Brainstorming (Gruppengrübeln) zu den zentralen Begriffen und teilte es dann in Themenkomplexe auf. Unsere Bundesbrüder arbeiteten insbesondere an der Frage, welchen Mehrwert der Verband für seine Mitglieder durch Infrastruktur bieten kann. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden in den kommenden Wochen von der Vorsitzenden gesammelt für die Bünde aufbereitet.  

Die Gruppe Innenpolitik startete mit einer offenen Diskussion und fokussierte sich anschließend auf die Frage, inwiefern Integration und Assimilation gefordert werden sollten und inwiefern diese umsetzbar sind. Insbesondere das Wahlrecht für Ausländer wurde kritisch diskutiert. Abschließend diskutierte die Gruppe die Ursachen für die Flucht nach Europa und plädierte stark für eine nachhaltige Lösung der Fluchtproblematik durch eine Vorgehensweise ähnlich des Marshall-Plans in Deutschland. Auch sollten wir als Burschenschafter Engagement im Bereich der Flüchtlingshilfe offener gegenüberstehen und unseren Sicherheitskräften öfter für ihre herausragende Arbeit in den letzten Jahren danken.

Kommers und Stadtführung

Zwischen dem inhaltlichen Teil der Tagung und dem Festkommers hatte die Vorsitzende eine Stadtführung für alle interessierten Verbandsbrüder organisiert. Wir Ghibellinen und Braunschweiger Alemannen schlossen uns dieser natürlich an und lernten so die Hauptstadt des Saarlandes kennen.

Der Kommers am Abend schloss die Verbandstagung in fröhlicher Runde ab. Als Höhepunkt und Abschluss des Kommerses sangen alle Anwesenden gemeinsam "Deutsch ist die Saar" und erwiesen der Vorsitzden B! damit nach Aussage von Vbr. Sambale eine große Ehre. Im Kommers kam in den Reden zum Ausdruck, was die Teilnehmer bereits das gesamte Wochenende gespürt hatten: die ADB schafft es, die Begeisterung der Gründung mitzunehmen und in ihre weiteren Veranstaltungen zu transportieren. Das verbandsbrüderliche Miteinander war zu jedem Zeitpunkt von bis dahin selten in einem Verband erlebten Offenheit und dem Willen zusammenzuarbeiten geprägt. Die hohe Teilnehmerzahl von ca. 140 Verbandsbrüdern, die teilweise auch in Begleitung angereist waren, bestätigt das zusätzlich. Wir freuen uns bereits auf die nächste Gelegenheit, die ADB aktiv mitgestalten zu können und unsere Verbandsbrüder wiederzusehen.

Auf dem Rückweg statteten die Bundesbrüder außerdem noch dem Hambacher Schloss einen Besuch ab.

 

Benjamin Scheer