Burschenschaft

Voller Tatendrang bestiegen wir zum 1. Mai, dem Gründungstag unserer Gemeinschaft, die Höhen des Hohenstaufens nahe Göppingen. Am 1. Mai 1862 gründeten hier, auf den Burgruinen der Staufer, die ersten drei Ghibellinen unseren Lebensbund. Bei durchwachsenen Wetterbedingungen traten wir in den Morgenstunden die Wanderung vom Bahnhof Göppingen aus an. Unterwegs stärkten wir uns nochmals am Bergfuße, bevor wir den spärlich befestigten Weg an die Spitze antraten.

Am Gipfelkreuz angekommen hielt unser Fuxmajor eine Rede über unser Auftreten und unsere Arbeit als Burschenschaft, und wie wir dadurch von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Anschließend rief dieser nochmals dazu auf, an den Werten festzuhalten, die einen Burschenschafter ausmachen. Abgerundet wurde unsere Wanderung von einem Mittagessen in der Gaststätte auf dem Hohenstaufen.

60 Jahre, 60 Bundesbrüder, ca. 60 geschriebene Couleurkarten und 8 Fässer Bier - das ist die Bilanz unserer großartigen Kreuzkneipe anlässlich des Jubiläums unseres Freundschaftsverhältnisses mit der Braunschweiger B! Alemannia. In ausgelassener und äußerst freundschaftlich geprägter Stimmung feierten unsere Bundesbrüder am vergangenen Samstag dieses Jubiläum und ihr persönliches Wiedersehen mit zahlreichen Freunden aus allen Ecken der Bundesrepublik. Insbesondere die Reden beider Sprecher unterstrichen den feierlichen Charakter und die besondere Beziehung zwischen unserer Ghibellinia und der Braunschweiger B! Alemannia.

Unser Sprecher, Jonas Kratschmann, ging in seiner Rede zuerst auf die gemeinsamen Erlebnisse ein, die die Mitglieder der Alemannia und Ghibellinia verbindet. Diese reichen zurück zur Zusammenarbeit im Bauernbund in den 20er Jahren über den Austausch von Bundesbrüdern nach dem Freundschaftsvertrag 1956 bis hin zu zahlreichen Geschichten, die rund um die alljährliche gemeinsame Fußgängerrallye auf der Schwäbischen Alb entstanden sind. In den 60 Jahren Freundschaftsbund haben wir viel voneinander gelernt und für diesen Zweck beispielsweise 1995 das Sitz- und Rederecht auf den Conventen des jeweils anderen Bundes eingeführt. Scherzhaft fügte der Sprecher hinzu, dass einer unserer gemeinsamen Nenner doch die Vorliebe für gutes Essen und mittelmäßiges Bier sei. ... weiterlesen

Am vergangenen Wochenende fand in Saarbrücken die erste Verbandstagung der im vergangenen Jahr gegründeten Allgemeinen Deutschen Burschenschaft statt. Die Vorsitzende griff hierfür das Thema vom Symposium "Deutschland 2030" auf und gestaltete damit ein spannendes Wochenende mit Vorträgen und Workshops.

Eröffnung der Verbandstagung

Verbandsbruder Sambale eröffnete den Begrüßungsabend mit einem kurzen Impulsvortrag unter dem Titel "Von Sokrates bis 2030". Er gab darin einen Überblick über Demokratieverständnis und Grundlagen für eine funktionierende und lebendige demokratische Gesellschaft. Im Anschluss daran verbrachten die Verbandsbrüder noch einen geselligen Abend im sogenannten Casino, bevor der Rest der Veranstaltung auf das nahe gelegene Haus der Saarbrücker B! Germania verlegt wurde.

Vortrag von Farbenbruder Christian Baab

Der Hauptteil der Verbandstagung am Samstag teilte sich in einen Vortrag am Vormittag und Workshops zu verschiedenen Aspekten rund um das Leitthema. Nach einem kurzen Fototermin vor dem Schloss eröffnete Farbenbruder Christian Baab (B! Ascania Köln) mit seinem Vortrag den inhaltlich spannenden Teil der Tagung. Sein Vortrag ging vor allem auf Social Media und den Umgang als Burschenschaft mit der Presse ein. Er erläuterte hierfür vor allem die Arbeitsweisen einer Redaktion und gab Hinweise zum Aufbereiten eigener Inhalte zu Pressezwecken und dem Schreiben von Pressemitteilungen. Er ermutigte insbesondere zum persönlichen Kontakt zur Lokalpresse, um eine Vertrauensbasis und Bekanntheit zu erlangen, wies aber auch darauf hin, dass insbesondere Interviews einer guten Vorbereitung bedürfen. Hier treffen in der Regel unerfahrene Interviewgeber auf Medienprofis, die mitunter bereits im Vorfeld wissen, welche Informationen sie ihrem gegenüber entlocken möchten. Er unterfütterte seine Ratschläge mit zahlreichen Beispielen aus seinem eigenen Arbeitsalltag. Nach einer Diskussionsrunde wurden die Verbandsbrüder in die Mittagspause entlassen. ... weiterlesen

DBurschenschafterEs ist soweit, die erste Ausgabe der neuen Verbandszeitschrift unseres jungen Dachverbands ist erschienen. Sie trägt den Namen "Der Burschenschafter" und wird künftig regelmäßig erscheinen, um über Neuigkeiten aus dem Verband und dem burschenschaftlichen Leben zu informieren. Das Design der Zeitschrift wurde unter Mitwirken unseres Bundes entwickelt. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen der ersten Ausgabe, welche sich großteils mit der Berichterstattung zur ADB-Gründung befasst. Dies beinhaltet Zusammenfassungen der Reden, Veranstaltungsberichte und zahlreiche Bilder. Daneben wird im Burschenschafter auch von den burschenschaftlichen Aktivitäten der Mitgliedsbünde berichtet.

Die Zeitschrift liegt in gedruckter Form auf dem Haus aus und kann unter folgendem Link als ePaper gelesen werden:

http://allgemeine-burschenschaft.de/informationen/der-burschenschafter/

Die Gründung ist geschafft – und wir Ghibellinen sind Teil des neuen burschenschaftlichen Dachverbands. Die burschenschaftlichen Inhalte des Gründungswochenendes standen dabei unter dem Leitmotiv „Gestern – Heute – Morgen“ und zeigten auf, wofür Burschenschaft heute steht.

Die Feierlichkeiten rund um die Gründung der ADB begannen am Freitagabend mit dem Totengedenken („Gestern“) vor der grünen Tanne, an dem alle 27 Gründungsburschenschaften mit Fahne Chargierten. Die Trauerrede von Verbandsbruder Nöding, die auch seine im Auslandseinsatz gefallenen Kameraden thematisierte, war emotional und ergreifend. Sie sorgte im Anschluss noch für reichlich Stoff zur Diskussion. Im Anschluss an die Trauerrede und eine Schweigeminute erfolgte die Ausrufung der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft. Die Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller präsentierte zudem das Schwert und die Fahne, die von den Urburschen auf die Wartburg getragen worden waren. Im Anschluss trafen sich alle angereisten Ghibellinen zum gemeinsamen Abendessen im „Zum Sack“ in der Altstadt und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

gcg_gerbs-21Der Samstag wurde den Verhandlungen und den ersten Abstimmungen im neuen Verband gewidmet. Er repräsentierte den Themenblock „Heute“, der die wichtigsten Grundpfeiler der ADB auf den Weg brachte. Unter anderem wurde die Verfassung einstimmig verabschiedet und die Saarbrücker Burschenschaft Germania zur ersten Vorsitzenden des neuen Dachverbands gewählt. Leider erwies sich der Tagungsraum als zu klein, sodass nicht alle Zuschauer Platz fanden. Die am Vorabend neu angefertigten Stimmschilder der B! Ghibellinia erfüllten ihren Dienst sehr gut. Nach den Verhandlungen blieb noch Zeit, im Kreis der Verbandsbrüder zu Diskutieren und das eine oder andere Bier zu genießen.

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Semesterbeginn mit Hissen der Fahne gefeiert

Pünktlich am Montag um 7:30 Uhr begannen wir das neue Semester mit dem Hissen der Ghibellinenfahne und dem Singen unseres Farbenlieds bei gerade aufgehender Sonne.

Im Anschluss gab es Weißwürste, dank derer wir mit gut gefülltem Magen in den ersten Vorlesungstag starten konnten. Wir freuen uns auf das Wintersemester 2016/2017 mit all seinen Veranstaltungen.

Am 10. September machten sich unsere Bundesbrüder Julian Winkelhofer, Jonas Kratschmann, Alexander Römer und Lutz Fischer auf den langen Weg nach Chile anlässlich des 90. Stiftungsfestes unseres lieben Freundschaftsbundes, der Burschenschaft Andinia zu Santiago de Chile. Damit verbanden wir gleichzeitig auch eine kleine Rundreise durch den Süden des Landes.

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Der erste Abend auf dem Andinenhaus

Nach unserer gut 20 Stunden dauernden Reise über Madrid wurden wir am Flughafen von unserem Freundschaftbruder Matias Molina, der auch schon länger bei uns auf dem Haus gewohnt hat, abgeholt. Auf dem Andinenhaus angekommen, warteten bereits einige bekannte Gesichter auf uns mit reichlich Fleisch auf dem Grill und Bier.

Andinenhaus
Andinenhaus

Bereits am nächsten Tag machten wir uns mit unserem Mietwagen Richtung Süden auf. Auf der Panamericana ging es durch weite Obstplantagen nach Concepción. Dort konnten wir bei der Burschenschaft Montania übernachten. Wir mussten leider feststellen, dass chilenische Städte nicht besonders attraktiv sind.

Den Gegensatz dazu bildet die Landschaft, die wir in den folgenden Tagen entdeckten. Von Curacautin aus entdeckten wir die Andenkordeillieren, fuhren über größtenteils Schotterpisten durch Nationalparks in vulkanischem Sperrgebiet um den Vulkan Llaima, erlebten unterschiedlichste Vegetationen, kosteten chilenische Spezialitäten und genossen natürlich auch die heißen Vulkanquellen.

Vulkan Llaima
Vulkan Llaima

Das war auch unbedingt nötig, denn je weiter man nach Süden kommt, desto mehr basiert das Leben der Chilenen auf dem Rohstoff Holz und erstaunlicherweise wird Mitte September (Chilenischer Frühling) nicht mehr geheizt. In den Holzhäusern kann es dann nachts empfindlich kalt werden, was unter anderem auch Auswirkungen auf die morgendliche Dusche haben kann.

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Für den 6. Juli 2016 erhielten wir die Einladung, auf der Mitgliederversammlung der Vereinigung von Freunden der Universität Stuttgart e. V. eine Urkunde entgegenzunehmen, denn unsere Burschenschaft Ghibellinia ist nun seit 50 Jahren Mitglied dieser Vereinigung. Unser Bundesbruder Hubert Grosser, der schon seit Jahren mit den Freunden der Universität Stuttgart in Kontakt ist, nahm die Urkunde aus den Händen des ersten Vorsitzenden Dr. Denner, Vorstandsvorsitzender der Robert Bosch GmbH, entgegen. Der Ghibellinenbezug zu dem Verein ist sehr eng. Die Stipendien und Preise, die die Freunde an Studenten, Doktoranten und Wissenschaftler vergeben, werden alle von der Otto-Fahr-Stiftung zur Verfügung gestellt. Unser Bundesbruder Otto Fahr (1892-1969), Ghibelline seit dem Wintersemester 1911/12, hat einen großen Teil seines  Vermögens in eine Stiftung eingebracht, die die Universität Stuttgart aktiv unterstützt. Auch im Olympiajahr sei daran erinnert, dass unser Bundesbruder Fahr 1912 die olymische Silbermedaille in Stockholm in der Disziplin 100 Meter Rückenschwimmen errungen hat.

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Es referierte zum Thema "Die Region Stuttgart im Wettbewerb der europäischen Metropolen - Perspektiven des Wirtschaftsstandorts" Dipl.-Ing. Thomas Bopp, freier Architekt und Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart. Als solcher konnte er uns einen detaillierten Einblick zur wirtschaftlichen Lage Stuttgarts geben, untermauert mit zahlreichen Fakten und veranschaulicht durch Vergleiche. Zum Beispiel konnte man auf diesem Wege erfahren, dass das BIP der Region Stuttgart höher als das von Ungarn ist und dass der hohe verbliebene Anteil der Fabriken eine Ursache dafür ist.

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Erstmals seit langem fand am Samstag, den 25.06.2016 ein Sommerfest der Ghibellinen auf der Hütte statt. Zwar waren kleinere Schauer angekündigt, doch am Abend zuvor hatte es bereits so sehr geregnet, dass kaum mehr Regenwolken übrig blieben. Und selbst diese konnten das freudige Beisammensein kaum trüben - im Gegenteil, denn so blieb die drückende Hitze der Vortage aus.

 

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