Burschenschaft

Über 400 Flugzeugentwürfe tragen das legendäre „HE“ im Namen, über 500 Flugzeugentwürfe gehen auf ihn zurück: heute vor 130 Jahren, am 24. Januar 1888 wurde unser Alter Herr Ernst Heinkel in Grunbach im Remstal geboren. Er studierte Maschinenbau an der TH Stuttgart und trat in dieser Zeit der Burschenschaft Ghibellinia bei. Doch schon bald begannen sich Bundesbrüder große Sorgen um die Trinkfestigkeit des Bundesbruders mit dem Kneipnamen „Fläschle“ zu machen. Er verwendete zusehends mehr Zeit auf den Bau seines selbst konstruierten Doppeldeckers, mit dem er am 9. Juli 1911 seine ersten Flugversuche auf dem Cannstatter Wasen unternahm.  Nur wenige Tage später stürzte der damals 23-jährige Ernst Heinkel ab und wurde dabei schwer verletzt. Obwohl er sich nie wieder selbst an das Steuer eines Flugzeugs setzte, ließ ihn der Flugzeugbau nicht mehr los. Noch im selben Jahr begann er als Flugzeug-Konstrukteur bei der Luftverkehrs-Gesellschaft Johannisthal in Berlin zu arbeiten. Zwischen 1914 und 1918 war er Direktor der hansa-Brandenburgischen Flugzeugwerke in Brandenburg. Im Jahr 1922 gründete er schließlich seine eigene Firma, die Ernst Heinkel Flugzeugwerke.  ... weiterlesen

Auf welche Herausforderungen müssen sich deutsche Unternehmen im Zuge der Digitalisierung einstellen? Wo liegen die Schwachpunkte unserer Industrie im internationalen Vergleich? Welche Rolle spielen sogenannte Kryptowährungen wie  Bitcoin in diesem Zusammenhang? Diese und weitere Fragen warf am 22. November Claus-Peter Praeg, Themenbeauftragter für Finanzdienstleistungen beim Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, bei einem Burschenschaftlichen Abend auf dem Haus unserer Ghibellinia auf. Etliche Bundesbrüder sowie interessierte Gäste waren daher zu dem Vortragsabend gekommen. Praeg teilte seine Ausführungen in zwei Bereiche: Im ersten Teil ging er generell  auf die Digitalisierung der Gesellschaft ein. Teil zwei sollte sich anschließend mit der Thematik der Kryptowährungen beschäftigen. Ob Social Media, Industrie 4.0 oder Internet of Things – der digitale Aufbruch der vergangenen Jahre und Jahrzehnte bringt für unsere Gesellschaft neben immer neuen englischen Fachausdrücken auch immer wieder revolutionäre Technologien hervor, die Teil unseres alltäglichen Lebens werden. Was verstehen wir aber eigentlich unter Digitalisierung? Praeg erläuterte die geschichtliche Abfolge von den ersten digitalen Automatisierungsprozessen in den 50er und 60er Jahren über die Etablierung des Internets in den 90ern bis hin zum intelligenten Haus und dem autonomen Reisen, den Themen aktueller wissenschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Debatten der Gegenwart.

 

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Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Burschentag 2017 war eine überaus gelungene Veranstaltung, an der sich alle teilnehmenden Ghibellinen – Aktive, Alte Herren und Gäste der Ghibellinia – erfreuten. Das von der Vorsitzenden, der Saarbrücker Burschenschaft Germania, erarbeitete ausgewogene und interessante Programm der Verbandstagung erstreckte sich vom Donnerstagnachmittag am 28. September bis hin zum Sonntagmittag am 1. Oktober. Die Stimmung unter den 27 ADB-Mitgliedsbünden, die allesamt Vertreter entsandt hatten, war sehr harmonisch und überaus respektvoll. Gerade im Vergleich zu den Burschentagen unmittelbar vor unserem Austritt aus der Deutschen Burschenschaft 2013 muss das konstruktive Arbeitsklima und das stets ehrenhafte Verhalten aller Verbandsbrüder untereinander hervorgehoben werden. Als ein kleiner Wermutstropfen darf allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass die Veranstalter auf größere Beteiligung gehofft hatten. Dass die Teilnehmerzahl des letztjährigen Gründungsburschentags nicht ganz erreicht werden würde, war zwar allen klar. Dennoch spiegelt auch die Mannstärke unserer Ghibellinia die Diskrepanz zum letzten Jahr wider. Insofern kann man heute schon allen ADB-Burschenschaftern die Teilnahme am Burschentag 2018 nur empfehlen.

Für den Donnerstagnachmittag stand eine Kranzniederlegung am Burschenschaftsdenkmal in Eisenach auf dem Plan. Nach einer Begehung des Denkmals und einem erfrischenden thüringischen Bier im Berghotel direkt daneben fuhr unsere Ghibellinendelegation zum eigentlichen Tagungsort nach Jena weiter. Dort stand für den Abend das Totengedenken an der Grünen Tanne an – an dem Ort, wo 1815 die Urburschenschaft von Jenaer Studenten gegründet worden war. Die Grüne Tanne beherbergt im Erdgeschoss eine Kneipe und in den oberen Stockwerken die Verbindungsräume der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller. Dort ließen wir aktiven Ghibellinen anschließend den Anreisetag gemeinsam mit unseren Freundschaftsbrüdern der Aachener Burschenschaft Alania und weiteren Verbandsbrüdern ausklingen.

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Voller Tatendrang bestiegen wir zum 1. Mai, dem Gründungstag unserer Gemeinschaft, die Höhen des Hohenstaufens nahe Göppingen. Am 1. Mai 1862 gründeten hier, auf den Burgruinen der Staufer, die ersten drei Ghibellinen unseren Lebensbund. Bei durchwachsenen Wetterbedingungen traten wir in den Morgenstunden die Wanderung vom Bahnhof Göppingen aus an. Unterwegs stärkten wir uns nochmals am Bergfuße, bevor wir den spärlich befestigten Weg an die Spitze antraten.

Am Gipfelkreuz angekommen hielt unser Fuxmajor eine Rede über unser Auftreten und unsere Arbeit als Burschenschaft, und wie wir dadurch von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Anschließend rief dieser nochmals dazu auf, an den Werten festzuhalten, die einen Burschenschafter ausmachen. Abgerundet wurde unsere Wanderung von einem Mittagessen in der Gaststätte auf dem Hohenstaufen.

60 Jahre, 60 Bundesbrüder, ca. 60 geschriebene Couleurkarten und 8 Fässer Bier - das ist die Bilanz unserer großartigen Kreuzkneipe anlässlich des Jubiläums unseres Freundschaftsverhältnisses mit der Braunschweiger B! Alemannia. In ausgelassener und äußerst freundschaftlich geprägter Stimmung feierten unsere Bundesbrüder am vergangenen Samstag dieses Jubiläum und ihr persönliches Wiedersehen mit zahlreichen Freunden aus allen Ecken der Bundesrepublik. Insbesondere die Reden beider Sprecher unterstrichen den feierlichen Charakter und die besondere Beziehung zwischen unserer Ghibellinia und der Braunschweiger B! Alemannia.

Unser Sprecher, Jonas Kratschmann, ging in seiner Rede zuerst auf die gemeinsamen Erlebnisse ein, die die Mitglieder der Alemannia und Ghibellinia verbindet. Diese reichen zurück zur Zusammenarbeit im Bauernbund in den 20er Jahren über den Austausch von Bundesbrüdern nach dem Freundschaftsvertrag 1956 bis hin zu zahlreichen Geschichten, die rund um die alljährliche gemeinsame Fußgängerrallye auf der Schwäbischen Alb entstanden sind. In den 60 Jahren Freundschaftsbund haben wir viel voneinander gelernt und für diesen Zweck beispielsweise 1995 das Sitz- und Rederecht auf den Conventen des jeweils anderen Bundes eingeführt. Scherzhaft fügte der Sprecher hinzu, dass einer unserer gemeinsamen Nenner doch die Vorliebe für gutes Essen und mittelmäßiges Bier sei. ... weiterlesen

Am vergangenen Wochenende fand in Saarbrücken die erste Verbandstagung der im vergangenen Jahr gegründeten Allgemeinen Deutschen Burschenschaft statt. Die Vorsitzende griff hierfür das Thema vom Symposium "Deutschland 2030" auf und gestaltete damit ein spannendes Wochenende mit Vorträgen und Workshops.

Eröffnung der Verbandstagung

Verbandsbruder Sambale eröffnete den Begrüßungsabend mit einem kurzen Impulsvortrag unter dem Titel "Von Sokrates bis 2030". Er gab darin einen Überblick über Demokratieverständnis und Grundlagen für eine funktionierende und lebendige demokratische Gesellschaft. Im Anschluss daran verbrachten die Verbandsbrüder noch einen geselligen Abend im sogenannten Casino, bevor der Rest der Veranstaltung auf das nahe gelegene Haus der Saarbrücker B! Germania verlegt wurde.

Vortrag von Farbenbruder Christian Baab

Der Hauptteil der Verbandstagung am Samstag teilte sich in einen Vortrag am Vormittag und Workshops zu verschiedenen Aspekten rund um das Leitthema. Nach einem kurzen Fototermin vor dem Schloss eröffnete Farbenbruder Christian Baab (B! Ascania Köln) mit seinem Vortrag den inhaltlich spannenden Teil der Tagung. Sein Vortrag ging vor allem auf Social Media und den Umgang als Burschenschaft mit der Presse ein. Er erläuterte hierfür vor allem die Arbeitsweisen einer Redaktion und gab Hinweise zum Aufbereiten eigener Inhalte zu Pressezwecken und dem Schreiben von Pressemitteilungen. Er ermutigte insbesondere zum persönlichen Kontakt zur Lokalpresse, um eine Vertrauensbasis und Bekanntheit zu erlangen, wies aber auch darauf hin, dass insbesondere Interviews einer guten Vorbereitung bedürfen. Hier treffen in der Regel unerfahrene Interviewgeber auf Medienprofis, die mitunter bereits im Vorfeld wissen, welche Informationen sie ihrem gegenüber entlocken möchten. Er unterfütterte seine Ratschläge mit zahlreichen Beispielen aus seinem eigenen Arbeitsalltag. Nach einer Diskussionsrunde wurden die Verbandsbrüder in die Mittagspause entlassen. ... weiterlesen

DBurschenschafterEs ist soweit, die erste Ausgabe der neuen Verbandszeitschrift unseres jungen Dachverbands ist erschienen. Sie trägt den Namen "Der Burschenschafter" und wird künftig regelmäßig erscheinen, um über Neuigkeiten aus dem Verband und dem burschenschaftlichen Leben zu informieren. Das Design der Zeitschrift wurde unter Mitwirken unseres Bundes entwickelt. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen der ersten Ausgabe, welche sich großteils mit der Berichterstattung zur ADB-Gründung befasst. Dies beinhaltet Zusammenfassungen der Reden, Veranstaltungsberichte und zahlreiche Bilder. Daneben wird im Burschenschafter auch von den burschenschaftlichen Aktivitäten der Mitgliedsbünde berichtet.

Die Zeitschrift liegt in gedruckter Form auf dem Haus aus und kann unter folgendem Link als ePaper gelesen werden:

http://allgemeine-burschenschaft.de/informationen/der-burschenschafter/

Die Gründung ist geschafft – und wir Ghibellinen sind Teil des neuen burschenschaftlichen Dachverbands. Die burschenschaftlichen Inhalte des Gründungswochenendes standen dabei unter dem Leitmotiv „Gestern – Heute – Morgen“ und zeigten auf, wofür Burschenschaft heute steht.

Die Feierlichkeiten rund um die Gründung der ADB begannen am Freitagabend mit dem Totengedenken („Gestern“) vor der grünen Tanne, an dem alle 27 Gründungsburschenschaften mit Fahne Chargierten. Die Trauerrede von Verbandsbruder Nöding, die auch seine im Auslandseinsatz gefallenen Kameraden thematisierte, war emotional und ergreifend. Sie sorgte im Anschluss noch für reichlich Stoff zur Diskussion. Im Anschluss an die Trauerrede und eine Schweigeminute erfolgte die Ausrufung der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft. Die Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller präsentierte zudem das Schwert und die Fahne, die von den Urburschen auf die Wartburg getragen worden waren. Im Anschluss trafen sich alle angereisten Ghibellinen zum gemeinsamen Abendessen im „Zum Sack“ in der Altstadt und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

gcg_gerbs-21Der Samstag wurde den Verhandlungen und den ersten Abstimmungen im neuen Verband gewidmet. Er repräsentierte den Themenblock „Heute“, der die wichtigsten Grundpfeiler der ADB auf den Weg brachte. Unter anderem wurde die Verfassung einstimmig verabschiedet und die Saarbrücker Burschenschaft Germania zur ersten Vorsitzenden des neuen Dachverbands gewählt. Leider erwies sich der Tagungsraum als zu klein, sodass nicht alle Zuschauer Platz fanden. Die am Vorabend neu angefertigten Stimmschilder der B! Ghibellinia erfüllten ihren Dienst sehr gut. Nach den Verhandlungen blieb noch Zeit, im Kreis der Verbandsbrüder zu Diskutieren und das eine oder andere Bier zu genießen.

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Semesterbeginn mit Hissen der Fahne gefeiert

Pünktlich am Montag um 7:30 Uhr begannen wir das neue Semester mit dem Hissen der Ghibellinenfahne und dem Singen unseres Farbenlieds bei gerade aufgehender Sonne.

Im Anschluss gab es Weißwürste, dank derer wir mit gut gefülltem Magen in den ersten Vorlesungstag starten konnten. Wir freuen uns auf das Wintersemester 2016/2017 mit all seinen Veranstaltungen.

Am 10. September machten sich unsere Bundesbrüder Julian Winkelhofer, Jonas Kratschmann, Alexander Römer und Lutz Fischer auf den langen Weg nach Chile anlässlich des 90. Stiftungsfestes unseres lieben Freundschaftsbundes, der Burschenschaft Andinia zu Santiago de Chile. Damit verbanden wir gleichzeitig auch eine kleine Rundreise durch den Süden des Landes.

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Der erste Abend auf dem Andinenhaus

Nach unserer gut 20 Stunden dauernden Reise über Madrid wurden wir am Flughafen von unserem Freundschaftbruder Matias Molina, der auch schon länger bei uns auf dem Haus gewohnt hat, abgeholt. Auf dem Andinenhaus angekommen, warteten bereits einige bekannte Gesichter auf uns mit reichlich Fleisch auf dem Grill und Bier.

Andinenhaus
Andinenhaus

Bereits am nächsten Tag machten wir uns mit unserem Mietwagen Richtung Süden auf. Auf der Panamericana ging es durch weite Obstplantagen nach Concepción. Dort konnten wir bei der Burschenschaft Montania übernachten. Wir mussten leider feststellen, dass chilenische Städte nicht besonders attraktiv sind.

Den Gegensatz dazu bildet die Landschaft, die wir in den folgenden Tagen entdeckten. Von Curacautin aus entdeckten wir die Andenkordeillieren, fuhren über größtenteils Schotterpisten durch Nationalparks in vulkanischem Sperrgebiet um den Vulkan Llaima, erlebten unterschiedlichste Vegetationen, kosteten chilenische Spezialitäten und genossen natürlich auch die heißen Vulkanquellen.

Vulkan Llaima
Vulkan Llaima

Das war auch unbedingt nötig, denn je weiter man nach Süden kommt, desto mehr basiert das Leben der Chilenen auf dem Rohstoff Holz und erstaunlicherweise wird Mitte September (Chilenischer Frühling) nicht mehr geheizt. In den Holzhäusern kann es dann nachts empfindlich kalt werden, was unter anderem auch Auswirkungen auf die morgendliche Dusche haben kann.

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