Ghibellinia aktuell

Für den 6. Juli 2016 erhielten wir die Einladung, auf der Mitgliederversammlung der Vereinigung von Freunden der Universität Stuttgart e. V. eine Urkunde entgegenzunehmen, denn unsere Burschenschaft Ghibellinia ist nun seit 50 Jahren Mitglied dieser Vereinigung. Unser Bundesbruder Hubert Grosser, der schon seit Jahren mit den Freunden der Universität Stuttgart in Kontakt ist, nahm die Urkunde aus den Händen des ersten Vorsitzenden Dr. Denner, Vorstandsvorsitzender der Robert Bosch GmbH, entgegen. Der Ghibellinenbezug zu dem Verein ist sehr eng. Die Stipendien und Preise, die die Freunde an Studenten, Doktoranten und Wissenschaftler vergeben, werden alle von der Otto-Fahr-Stiftung zur Verfügung gestellt. Unser Bundesbruder Otto Fahr (1892-1969), Ghibelline seit dem Wintersemester 1911/12, hat einen großen Teil seines  Vermögens in eine Stiftung eingebracht, die die Universität Stuttgart aktiv unterstützt. Auch im Olympiajahr sei daran erinnert, dass unser Bundesbruder Fahr 1912 die olymische Silbermedaille in Stockholm in der Disziplin 100 Meter Rückenschwimmen errungen hat.

Bundesbruder Grosser konnte an diesem Abend noch viele Gespräche führen. Neben dem Sohn Fahrs, Günther Fahr, traf er noch den Rektor der Universität, Professor Ressel, und den Leiter des Mechatronik-Lehrstuhls des Kraftfahrzeuginstituts der Universität Stuttgart, Professor Reuss. Auch hier gibt es einen engen Bezug zur Ghibellina. Das Institut wurde 1923 von unserem Bundesbruder Wunibald Kamm (1893-1966), Ghibelline seit dem Wintersemester 1913/14, gegründet.

Im Jahr 2010 konnten wir das 100-jährige Bestehen unseres Hauses in der Birkenwaldstraße 40 feiern. Einige Bundesbrüder und Freunde der Aktivitas haben zu diesem Anlass ein Modell des Hauses im Maßstab 1:20 gebaut. Eine geraume Zeit stand das Modell staubungeschützt im Foyer, nun haben wir einen guten Platz im Eingangsbereich gefunden und das Modell mit einer Plexiglashaube vor den Umgebungseinflüssen geschützt.

Lange wurde schon besprochen, dass die „Loge”, das Billardzimmer im Erdgeschoss, in „Kurt-Kress-Stube” umbenannt werden sollte. Dies wurde jetzt in Angriff genommen. Ein Messingschild an der Tür zeigt, dass hier die Kurt-Kress-Stube ist. Bundesbruder Adolf Schuhmacher hat uns ein Bild von unserem Bundesbruder Kurt Kress geschenkt. Es bekam einen würdigen Platz am Kopfende der vorderen Tischreihe. Nun sieht es so aus, als würde unser Alter Herr Kress mit am Tisch sitzen.

Im Zuge der Umgestaltung der Kurt-Kress-Stube wurde das Bild von unserem Bundesbruder Hunnewell mit Orden und  Informationstafel umgehängt. Bisher hingen diese hinter der Tür in der ehemaligen „Loge”. Auch sie haben einen würdigen Platz bekommen und befinden sich jetzt gut sichtbar an einer Wand in der großen Kneipe, unserem Festsaal.

Der Treppenaufgang in den ersten Stock wurde von Bundesbruder Hubert Grosser umgestaltet. Einige Jahre hingen dort Bilder des Ghibellinenhauses. Nun haben, nach Entwürfen von Bundesbruder Grosser, Studenten der Hochschule für Druck und Medien unseren Wahlspruch „Unita Virtus Valet” graphisch und drucktechnisch kreativ umgesetzt.

Die größte Baustelle in den letzten Monaten auf dem Haus war die Sanierung unseres Parkettbodens in der großen Kneipe. Die Firma Nuding hat hier hervorragende Arbeit geleistet und unsere große Kneipe strahlt wieder im alten Glanz. Der nächste Schritt wäre hier das Streichen der Wände.

Anmerkungen des Autors: Als ich bei der Erstellung dieses Artikels über die aktuellen Aktivitäten der Ghibellinia mit Bundesbruder Grosser gesprochen habe, sagte er zu seinen Eindrücken an diesem Abend: „Das tat mir gut; überall hat die Ghibellinia ihre Wurzeln und Berührungspunkte. Damit das so bleibt, bitte ich unsere lieben Bundesbrüder an den Inhalten, dem Freundschafts- und Lebensbund und an der Zukunft unserer Ghibellinia aktiv mitzuwirken. Getreu unserem Wahlspruch Unita Virtus Valet - Vereinigte Tugend macht stark.”

Anlässlich unseres 150. Stiftungsfestes haben wir der Gemeinde Honau-Lichtenstein eine Bank geschenkt. Wanderer können sich nun auf unserer Bank ausruhen, mit direktem Blick zum Schloß Lichtenstein. Wir hatten eine Messingtafel angeschraubt, wo der Anlass und der Spender der Bank dargestellt wurden. Nachdem das Schild zwei mal abgeschraubt und gestohlen wurde, haben wir nun ein massives Messingschild in die Rückwand der Bank eingearbeitet. Wir hoffen  nun, dass diese Lösung Diebe abhält unsere Bank zu schänden.