Gründung der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft

Die Gründung ist geschafft – und wir Ghibellinen sind Teil des neuen burschenschaftlichen Dachverbands. Die burschenschaftlichen Inhalte des Gründungswochenendes standen dabei unter dem Leitmotiv „Gestern – Heute – Morgen“ und zeigten auf, wofür Burschenschaft heute steht.

Die Feierlichkeiten rund um die Gründung der ADB begannen am Freitagabend mit dem Totengedenken („Gestern“) vor der grünen Tanne, an dem alle 27 Gründungsburschenschaften mit Fahne Chargierten. Die Trauerrede von Verbandsbruder Nöding, die auch seine im Auslandseinsatz gefallenen Kameraden thematisierte, war emotional und ergreifend. Sie sorgte im Anschluss noch für reichlich Stoff zur Diskussion. Im Anschluss an die Trauerrede und eine Schweigeminute erfolgte die Ausrufung der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft. Die Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller präsentierte zudem das Schwert und die Fahne, die von den Urburschen auf die Wartburg getragen worden waren. Im Anschluss trafen sich alle angereisten Ghibellinen zum gemeinsamen Abendessen im „Zum Sack“ in der Altstadt und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

gcg_gerbs-21Der Samstag wurde den Verhandlungen und den ersten Abstimmungen im neuen Verband gewidmet. Er repräsentierte den Themenblock „Heute“, der die wichtigsten Grundpfeiler der ADB auf den Weg brachte. Unter anderem wurde die Verfassung einstimmig verabschiedet und die Saarbrücker Burschenschaft Germania zur ersten Vorsitzenden des neuen Dachverbands gewählt. Leider erwies sich der Tagungsraum als zu klein, sodass nicht alle Zuschauer Platz fanden. Die am Vorabend neu angefertigten Stimmschilder der B! Ghibellinia erfüllten ihren Dienst sehr gut. Nach den Verhandlungen blieb noch Zeit, im Kreis der Verbandsbrüder zu Diskutieren und das eine oder andere Bier zu genießen.

ball_teufr-23Der anschließende Gesellschaftsabend wurde in der großen Festhalle des Tagungshotels durchgeführt. Dank der Arbeit von Bundesbruder Steinhart zierten zahlreiche Banner die Wände und die Bühne. Ebenfalls stammen auch alle anderen Designs und Druckerzeugnisse wie die Festschrift, Couleurkarten und Krüge aus seiner Feder. Der Festball mit Galadinner und Tanz zeigte, dass die Burschenschaft aus ihrer jährlichen Tagung rund um den Burschentag mehr machen kann als nur Verhandlungen und Kommers. Von vielen Verbandsbrüdern wurde die Idee, das jährliche Treffen für Familien und Partner attraktiver zu machen, gut aufgenommen.

symposium_ghibs-1Der Sonntag widmete sich schließlich dem Thema „Morgen“, das im Symposium „Deutschland 2030“ aufgegriffen wurde. Die Referenten Vera Lengsfeld, Prof. Dr. George Turner, Prof. Dr. Henning Zoz und Prof. Dr. Erich Weede widmeten sich der Zukunft Deutschlands aus verschiedenen Perspektiven. Die Themen Freiheit in Wort und Schrift, Entwicklung des Standorts Deutschlands und die Hochschulen in Deutschland standen dabei im Vordergrund.

Am Sonntagabend fand dann im Rahmen des Kommerses die feierliche Gründung unseres neuen Verbandes statt. In einem bis zum letzten Tisch gefüllten Festsaal chargierten alle 27 Bünde. Der Kommers wurde von Vbr. Dobner, dem Vorsitzenden des IBZ-Lenkungsausschusses, geleitet. Pünktlich um Mitternacht übergab er Vbr. Matthias Sambale, dem Sprecher der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft, die Kommersleitung und damit den Verband in die Hand der neuen Vorsitzenden, der Saarbrücker B! Germania. Im Anschluss unterzeichneten die Sprecher der 27 Bünde die Gründungsurkunde und besiegelten damit die feierliche Gründung der ADB. Nach dem Kommers wurde noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

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Am Montag fand als Abschluss der Gründungsveranstaltung im Jenaer Volkshaus ein Festakt zur Feier des Tags der Deutschen Einheit statt. Die Festrede gab einen Überblick über die Verflechtung der deutschen Geschichte mit der Burschenschaft und hob das konsequente Eintreten der Burschenschaft für die Deutsche Einheit auch in Zeiten des Zweifelns hervor. Der Festakt wurde von Musikern begleitet.

Nach einem anstrengenden, aber unvergesslichen Wochenende in Jena machten sich alle Bünde auf ihren Heimweg. Das kommende Jahr unter der Leitung der neuen Vorsitzenden wird zeigen, wie sich der neue Verband präsentiert und welchen Mehrwert er seinen Mitgliedern von Anfang an bieten kann. Das freundschaftliche Miteinander der Verbandsbrüder war jedenfalls schon das ganze Wochenende über spürbar und macht uns zuversichtlich, dass das neue Netzwerk und der Austausch unter den Bünden schon bald Früchte tragen werden.

Benjamin Scheer