Kreuzkneipe der ADV! Olympea

Im Dezember hatten uns einige Damen der ADV! Olympea Tübingen anlässlich unserer Weihnachtsfamilienfeier besucht. Nun war es an der Aktivitas, sich für die gelungene Mimik der Olympinnen zu revanchieren. Daher kam man der Einladung zur literarisch-musikalischen Kreuzkneipe auf dem Hause der Sängerschaft Hohentübingen gerne nach. Mannstark mit zehn Bundesbrüdern und mit einer Mimik im Gepäck ging es am Samstag, den 23. Januar, in die benachbarte Universitätsstadt.

Auch wenn der Ablauf der Abendveranstaltung sich in einigen Dingen von dem einer Kneipe auf dem Ghibellinenhaus unterscheiden mochte, so schätzten unsere Aktiven doch die literarisch und musikalisch dargebrachten Leistungen sehr. Neben eigens komponierten, mehrstimmigen Chorgesängen und einem Vortrag einer Fontane-Ballade seitens der Hohentübinger wussten vor allem auch fünf Olympinnen mit einer Darbietung eines Liedes aus dem Musical Les Miserables mit Begleitung am Flügel zu überzeugen. Die Vorführung wurde nach einem "Bravissimo!" des ältesten Hohentübingers mit anhaltendem Applaus honoriert. Aber auch unsere Ghibellinen brachten sich mit einer gelungenen Mimik ein, indem sie mit verteilten Rollen eine eigens für diese Kreuzkneipe abgewandelte Version des Erlkönigs zum Besten gaben. Erst in den frühen Morgenstunden trat man dann den Heimweg nach Stuttgart an. Im Folgenden ist die Mimik unserer Bundesbrüder angehängt.

 

Der Kneipkönig

Wer reiset so spät durch Nacht und Wind?
Es sind die Ghibsen, sie reisen geschwind.
Sie halten das Bier mit viel Gefühl.
Sie halten es sicher. Sie halten es kühl.

"Was birgst Du, mein Fux, in Deinem Gesicht?
Siehst, Fahrer, Du die Kreuzkneipe nicht?
Die Kneip' in Tübingen locket mich sehr.
Drum tritt aufs Gas. Da geht noch mehr!

Wohlan, lieber Fux, und komm mit mir!
Gar manches Bier, das exe ich Dir.
Ein strammes Gemäß, voll bis zum Rand,
ist lecker und süffig. Drum rasch zur Hand!"

"Mein Bursch, mein Bursch, ich sehe noch nicht,
was diese Kneipe mir heute verspricht."
"Nur ruhig, bleib ruhig, mein lieber Fux!
Hier nimm Dein Bier, heb an und schluck's!"

"Komm, kleiner Ghibse, nur zu uns her!
Sind Töchter hier von Olympea.
Töchter sind's - schön, klug und fein,
sie singen und wiegen und tanzen Dich ein."

"Oh Bursch, mein Bursch, Du hast mein Wort.
Die Kreuzkneipe heut' ist der richt'ge Ort,
zu singen, zu feiern und zu trinken,
und mit mir der ganze Fuxenzinken."

Und so inspiriert tritt der Fux aufs Pedal.
Der Weg noch weit. Die Zeit eine Qual.
Schon glaubt zu liebkosen die schöne Gestalt,
er träumt auch von Bier - geleert mit Gewalt!

Der Abend dann bei der Sängerschaft
läuft fröhlich, läuft feucht. Fux trinkt, was er schafft,
erreicht das Inoffiz nur mit Not.
Der Bursch schleppt ab. Der Fux ist tot.